Tutorials - Farbmanagement – Ein Buch mit sieben Siegeln?

Farbmanagement

Haben Sie sich schon einmal intensiver mit den Farbeinstellungen in Adobes Photoshop auseinandergesetzt? Ohne ein wenig Fachwissen können Sie dieses Dialogfeld getrost wieder schließen und weiterhin eine Menge Geld für Digitalandruck, Chromalin-Abzug oder Andruck in der Druckmaschine ausgeben. Und Sie können selbst den Farbunterschied zwischen ihrem Monitor und dem Druckergebnis im Kopf umrechnen.
Sollten Sie als Werbeagentur einen Auftrag bekommen, wo Farbe Teil der Priorität ist, nehmen Sie besser einen anderen Weg. Einen 575M Maranello in grünstichigem Rot wäre sicherlich ein Ende aller Aufträge aus Italien.

Als erstes sollten Ihre Ein- und Ausgabegeräte kalibriert sein. Das übernehmen spezialisierte Unternehmen, teure Geräte oder das behelfsmäßige Kalibriersystem von Adobe, dem Gamma Loader. Oder Sie benutzen Referenzdateien und Referenzdrucke Ihrer Druckerei und stimmen diese mit Ihren Geräten ab, und erhalten so Druckprodukte in voraussehbarer Qualität.

Im Download-Bereich stehen Ihnen alle nötigen Referenz- und Hilfedateien, Tutorials, sowie einige wichtige ICC-Profile zur Verfügung.

Wenn Sie Photoshop installieren, stehen in den Farbeinstellungen „Standard für Druckvorbereitung - USA“. Diese Einstellungen sind falsch, da sie für Druckmaschinen in den USA gelten. Daher kommen die oft zu sehenden SWOP Profile, mit denen Bilder abgespeichert werden, oder PDF´s generiert werden.

Sie sollten daher als erstes Ihre Farbeinstellungen in Photoshop überprüfen. STACH empfiehlt folgende Einstellungen:

druckerei stach -photoshop tutorial farbmanagement

Das „ECI-RGB.icc“-Profil findet man auf der Webpage www.eci.org und beschreibt den größtmöglichen RGB-Farbraum. Das „Gestrichen_0202_Mon.icc“-Profil ist ein STACH-Profil, das für alle glänzend- und mattgestrichenen Drucksachen geeignet ist. Andere Profile finden Sie im Download-Bereich.

Sollten Sie mit Fremddateien arbeiten, in denen Farbprofile eingebettet sind, wird es schon etwas anspruchsvoller. Unter Photoshop >Farbeinstellungen können Sie die Farbmanagement-Richtlinien festlegen, d.h. Sie bestimmen was mit Bildern passiert, die entweder gar kein Profil haben, oder die ein Profil angehängt haben.

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Es gibt in den Einstellungen drei Möglichkeiten, wobei die Einstellung „aus“ die nicht empfehlenswerte Einstellung ist. Sie schalten das Colormanagement damit aus und haben keine Möglichkeit zu sehen, wie der Kunde die Bilddaten gesehen hat. Daher empfehle ich die Einstellung „Eingebettete Profile beibehalten“. Weiterhin sollten Sie auch unter „Profilfehler“ und „Fehlende Profile“ die Kontrollkästchen aktivieren. So können Sie für jedes einzelne Bild festlegen, was mit den Profilen geschehen soll.
Wenn Sie nun ein Bild öffnen, das ein Profil angehängt hat, sehen Sie die folgende Meldung:

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In diesem Fall ist der Arbeitsfarbraum „Gestrichen_0202_Mon.icc“. Der Kunde hat aber als Arbeitsfarbraum „Euroscale Coated v2“ eingestellt. Wenn Sie nun

  1. das eingebettete Profil verwenden (anstelle Ihres Arbeitsfarbraums), sehen Sie das Bild so, wie es auch Ihr Kunde gesehen hat. Sie können danach immer noch entscheiden, ob Sie das Bild in Ihren Farbraum konvertieren oder nicht.
  2. Dokumentfarben in den Arbeitsfarbraum konvertieren“: Das Bild mit dem eingebetteten Profil wird sofort in Ihren Arbeitsfarbraum konvertiert. Dabei werden die Farben verändert.
Tipp: Stellen Sie doch in Photoshop anstatt der Dateigröße das Dokumentprofil. So sehen Sie direkt, in welchem Farbraum Sie sich bewegen.

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Die richtige Separationsmethode für den Output.

Im RGB Modus, das additive System sich mischender Lichtfarben, unseres Monitors, lassen sich noch eine Vielzahl von Farben darstellen (doch schon hier keine Leuchtfarben mehr). Noch weniger Farben stellt der für den Druck benötigte CMYK Farbmodus dar, wo sich materielle Farben durch Auftrag decken und mischen.

Durch diese Beschränkung des „Druckfarbraumes“ ist das Arbeiten mit den richtigen Profilen besonders wichtig. Der Photoshop gibt auch hier wieder die Möglichkeit des Feintunings und gibt dem Anwender die Möglichkeit ein eigenes Profil zu erstellen. Photoshop>Farbeinstellungen (Bearbeiten>Farbeinstellungen) und dann im Dropdown Menue „Eigenes CMYK…“ auswählen. Am folgenden Bespiel werden wir uns das Handling für einen Postkartendruck bei Stach mal etwas genauer ansehen. Zuerst sollten Sie mit einem (wie auch immer) kalibrierten System arbeiten, und das „Gestr_002_Mon.icc“ für Postkartendruck bei Stach geladen haben (siehe oben, erste Grafik Farbeinstellungen).

Hier konvergiere ich das Bild in meinen ECI RGB Farbraum, da das Bild des bunten Fischerdörfchens aus einer 3,1 MegaPix Kamera kommt und ein sRGB Farbprofil aufweist.

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Um mir einen Überblick zu verschaffen, wie mein Bild im Druck aussehen wird, wähle ich unter Ansicht>Farb-Proof (Befehl + Y oder Strg + Y). Um sicher zu gehen, dass mein richtiges Ansichtsprofil geladen ist, wähle ich die entsprechende Einstellung Ansicht>Proof einrichten >Eigene

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Sind Sie fertig mit der Bildbearbeitung und zufrieden mit der Ansicht, können Sie das Bild abspeichern und erhalten einen entsprechenden Druck.

Geht das Bild weiter in andere Programme, stehen auch hier Hilfedateien im Kundenbereich auf unserer Homepage im Download-Bereich zur Verfügung.

Als hilfreich bis allumfassend sei hier das Buch von Jan-Peter Homann: Digitales Colormanagement erwähnt.