Softproof am Monitor
von Jan Peter Homann
Für einen guten Softproof am Monitor bedarf es folgender Arbeitsmittel:
1. Ein individuelles ICC-Profil für den Monitor
2. Das ICC-Profil des Auflagendrucks
3. Eine Musterdatei und einem Musterdruck zur Kontrolle
Um ein gutes Monitorprofil zu erhalten, benötigt man eine Farbmessgerät für den Monitor und eine Software zur Erstellung des Monitorprofils. Solche Lösungen liegen meist in der Preisklasse zwischen 350,- und 650,-. Ein System, das sich für Röhren- und für LCD-Monitore gut eignet, ist das EyeOne Pro von Gretag Macbeth.
Das System ist einfach zu bedienen und über den Fachhandel für Publishing-Lösungen zu beziehen. Das gleiche Gerät gibt es auch als OEM von BasICColor, einer Software für Anwender, die tiefer in die Materie einsteigen wollen.
Arbeitet man nur mit Röhrenmonitoren, so sind derzeit die Auslauf-Modelle der ColorVision Spyder zu einem unschlagbaren Preis von 169,- bzw. 204,- im Online-Store von ColorVision Europe erhältlich.
Beide Systeme unterscheiden sich nur in der mitgelieferten Software. Die preiswertere Version PhotoCal bietet die einfachere Bedienung, die etwas teurere Version mit Optical mehr Eingriffsmöglichkeiten aber auch etwas mehr Einarbeitungszeit.
Informationen und Bezugsmöglichkeiten findet man unter:
www.gretagmacbeth.de
www.basiccolor.de
www.colorvision.ch Nun benötigt man noch das Profil für den Auflagendruck und eine Musterdatei inkl. Musterdruck, welche man direkt über die Website www.stach.de anfordern kann. Dort gibt es auch eine Anleitung, wie die Profile zu benutzen sind. Will man Drucke oder Proofs abmustern, so benötigt man dafür am besten D 50 Normlicht oder Tageslicht. Keinesfalls sollten Proofs unter Glühlampen oder Halogenlicht beurteilt werden. D50 Normlichtkästen gibt es z.B. bei
www.just-normlicht.de
www.whitescreen.de
Für den Monitor sollte ein Blendschutz vorhanden sein, damit sich wechselnde Lichtverhältnisse nicht durch unterschiedliche Monitoransichten bemerkbar machen. Diese kann man sich notfalls aus Pappe selbst bauen, oder z.B. bei www.grafipress.de beziehen.
Wenn es einmal Probleme mit Farbeinstellungen in einzelnen Programmen oder ICC-Profilen gibt, so ist in Deutschland die Mailinglist von www.eci.org die beste Quelle für Unterstützung. Auch ich als Autor bin dort regelmäßig vertreten.
Jan-Peter Homann
Selbständiger Spezialist für digitales Publishing und Farbmanagement, arbeitet als Fachjournalist u.a. für Publishing Praxis
www.colormanagement.de
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